Leukämie
Arten der Leukämie
Man unterscheidet in erster Linie "akute" und "chronische" Leukämien.
Wobei die akuten Leukämien, wie schon der Name sagt, schnell und heftig und die chronischen
langsam und schleichend auftreten und über einen längeren Zeitraum unbemerkt bleiben können.
Akute Leukämien
Akute Leukämien werden nach Herkunft der fehlerhaften im Blut vermehrt auftretenden Zellen in Akute Lymphatische Leukämien (ALL) und Akute Myeloische Leukämien (AML) unterschieden.
- Akute Lymphatische Leukämie (ALL)
Weiterführende Informationen zur Akuten Lymphatischen Leukämie
- Akute Myeloische Leukämie (AML)
Ein Zeichen für akute myeloische Leukämien ist die Häufigkeit des Vorkommens der Myeloblasten oder Monoblasten.
AML tritt weltweit mit einer Häufigkeit von 2,5 Erkrankungen pro Jahr pro 100.000 Einwohner auf. Sie ist die bei Erwachsenen am häufigsten vorkommende Leukämieart.
Chronische Leukämien
Chronische Leukämien werden nach Herkunft der fehlerhaften im Blut vermehrt auftretenden Zellen in Chronische Lymphatische Leukämien (CLL) und Chronische Myeloische Leukämien (CML) unterschieden.
- Chronische Myeloische Leukämie (CML)
Die Chronische Myeloische Leukämie ist gekennzeichnet durch eine erhebliche Vermehrung von Granulozyten und deren Vorstufen in Knochenmark, Blut, Milz und Leber.
Sie tritt mit einer Häufigkeit von 10 Erkrankungen pro Jahr pro 1 Millionen Einwohner auf. Betroffen sind meistens Menschen im mittleren bis höheren Alter.
Eine Heilung ist nur durch eine allogene Knochenmarktransplantation möglich.
- Chronische Lymphatische Leukämie (CLL)
Die CLL ist eine Form der Leukämie, bei der die reifen Lymphozyten betroffen sind. Die Leukozytenzahl ist deutlich erhöht, der in ihnen enthaltene Lymphozytenanteil kann bis zu 95%
betragen. Betroffen sind meistens ältere Menschen ab dem 50. Lebensjahr. Heilung ist nur durch eine allogene Knochenmarktransplantation möglich.
Es gibt zwei andere Arten chronischer Leukämien, die mit der CLL verwandt sind.
- Haarzell-Leukämie (HCL)
Diese Art der chronischen Leukämie ist erst seit einigen Jahren bekannt.
Die Haarzell-Leukämie trägt ihren Namen, weil die Zellen unter dem Mikroskop haarförmige Ausläufer aufweisen.
Sie kann mit einer Anämie (Blutarmut), einer Thrombozytopenie (Mangel an Blutblättchen / Thrombozyten) und/oder einer Leukozytopenie (Mangel an weißen Blutkörperchen) einhergehen.
Betroffen sind überwiegend Männer. Frauen erkranken 4-6 mal seltener.
Die Haarzell-Leukämie kann gut behandelt werden. In aller Regel verläuft sie nicht lebensbedrohlich.
Weitere Informationen zu dieser Leukämie-Art findet man auf der Homepage der Selbsthilfegruppe Haarzell-Leukämie www.haarzell-leukaemie.de.
- Prolymphozyten-Leukämie (PLL)
Die PLL ist charakterisiert durch eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Lymphozyten, die auch deutlich unreifer und größer sind, als bei einer CLL.
Auch sind bei PLL-Patienten oft Leber und Milz stärker vergrößert als bei CLL-Patienten.
Betroffen sind ältere Menschen ab dem 60. Lebensjahr.
Hybride Leukämie
Hybride Leukämie ist eine äußerst seltene Form der Leukämie-Erkrankung bei der gleichzeitig myeloische und lymphatische Zellen beteiligt sind.
Diese Leukämieform nennt man "biklonal" (zwei Zellklone). Die Therapie dieser Leukämieart wird im allgemeinen auf die dominante Erscheinungsform abgestimmt.
Bei allen Leukämiearten erkranken häufiger Männer (60-70%) als Frauen.
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