Leukämie

Akute Lymphatische Leukämie (ALL)

Wer ist betroffen? - Ursachen - Symptome - Diagnose - Behandlung -
Weiterführende Informationen - Austausch mit Betroffenen - Erfahrungsberichte von ALL-Betroffenen

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Wer ist betroffen?

In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 550 Erwachsene neu an der Akuten Lymphatischen Leukämie (ALL).

Auf das Alter bezogen, sind Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren und Erwachsene über 60 Jahren häufiger als andere Altersgruppen betroffen.

Auf das Geschlecht bezogen, erkranken mehr Männer als Frauen.

Bei Kindern ist ALL mit einem Anteil von 80% die häufigste bösartige Erkrankung, bei Erwachsenen sind etwa 20% der Leukämiebetroffenen an ALL erkrankt.

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Ursachen

Die Ursachen und Risikofaktoren für Leukämien immer weitgehend unbekannt (20 % bekannt, 80 % unbekannt).
Bekannte Faktoren, die das Risiko erhöhen sind

Diskutiert werden

Ausgeschlossen werden

Bei der überwiegenden Zahl der ALL-Patienten spielen die genannten Faktoren allerdings keine Rolle und Ursachen und Risikofaktoren bleiben unklar.

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Symptome

Bei einer ALL kommt es zu einer Vermehrung von entarteten lymphatischen Vorläuferzellen (sog. Lymphoblasten), die sich massiv im Knochenmark, aber auch in anderen Organen (insbesondere Milz und Leber) häufen. Dabei wird die normale Blutbildung "verdrängt".

Hierdurch kommt es beim Patienten zu verschiedenen Erscheinungen, die nicht unbedingt charakteristisch sind, so dass sie zu Beginn der Ekrankung oft übersehen oder falsch gedeutet werden.

Häufig auftretende Symptome bei der Diagnosestellung sind:
Fieber, Blässe, Anämie (Blutarmut), (bedingt durch die Anämie) verminderte Leistungsfähigkeit und Müdigkeit/Abgeschlagenheit, Atemnot selbst bei mäßiger Belastung, Nasenbluten, schwer stillbare Blutungen (z.B. nach Zahnarztbesuch), winzige punktartige Blutungen vor allem an Armen und Beinen (sog. Petechien), uncharakteristische Kopfschmerzen, Benommenheit, Knochenschmerzen, Entzündungen, häufig wiederkehrende Erkältungen, blaue Flecken, geschwollene Lymphknoten, eine vergrößerte Leber, eine vergrößerte Milz.

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Diagnose

Da alle genannten Symptome aber auch auf andere Krankheiten hinweisen können, muss zur sicheren Diagnosestellung die Zusammensetzung des Blutes untersucht werden (Blutbild). Aus dem Ergebnis dieses Blutbildes kann man einen ersten Hinweis über die Anzahl der verschiedenen Blutbestandteile und damit über eine eventuelle Abweichung von der Norm erhalten.

Da die verschiedenen Blutbestandteile im Knochenmark gebildet werden, wird man immer auch das Knochenmark des Patienten untersuchen müssen.
Das dazu benötigte Knochenmark (5-10ml) wird unter örtlicher Betäubung mit einer geeigneten Nadel aus dem Beckenknochen (Beckenkammbiopsie) oder Brustbein (Sternalpunktion) entnommen.

Da bei Patienten mit akuten Leukämien auch die weichen Hirnhäute befallen sein können, ist es bei Verdacht auf eine akute Leukämie für die exakte Diagnose notwendig, den Nervenwasserkanal im Bereich der Lendenwirbelsäule zu punktieren (Lumbalpunktion).
Bei dieser Punktion wird Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit (Liquor) entnommen. Sind die Hirnhäute befallen, dann lassen sich im Liquor entsprechende Zellen nachweisen.

Weiterhin können Ultraschalluntersuchungen (Sonographie) des Bauches, Computertomographien, Röntgenaufnahmen und Kernspintomographien zur Diagnostik beitragen.

Nach den bei den genannten Untersuchungen gewonnen Erkenntnissen, wird eine ALL in verschiedene Subtypen unterschieden. Auch werden Patienten in sog. Risikogruppen eingeteilt. Dabei spielt auch die Zytogenetik (Untersuchung von Veränderung im Erbgut der Zelle) eine wesentliche Rolle. Die Einteilung in Subtypen und Riskogruppen ist entscheidend für die Prognose und den jeweiligen Therapieplan.

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Behandlung

Wichtigster Bestandteil der Therapie bei ALL ist die Chemotherapie.

Abhängig von bestimmten Faktoren (Subtyp, Risikogruppe, ect,) kann im Einzelfall eine Strahlentherapie oder eine Knochenmark- / Stammzellransplantation angewendet werden.

In jüngster Zeit wurden einige neue Studien mit STI571 initiiert, das auch bei ALL mit Philadelphia-Chromosom wirksam ist.

Allen Therapien gemeinsam ist, dass sie dazu dienen vorhandene Leukämiezellen überall im Körper möglichst vollständig abzutöten, damit das Knochenmark wieder seine ursprüngliche Funktion - die Blutbildung - aufnehmen kann.

Unbehandelt verläuft die ALL innerhalb kurzer Zeit tödlich.

Weiterführende Informationen zur Behandlung der ALL (z.B. auch Infos über laufende Therapiestudien) finden Sie auf den Internetseite des Kompetenznetzes Leukämie (www.kompetenznetz-leukaemie.de).

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Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen zur ALL finden Sie unter folgenden Links:

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Austausch mit Betroffenen

Kontaktmöglichkeiten mit ALL-Betroffenen finden Sie unter folgenden Links:

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Erfahrungsberichte von ALL-Betroffenen

Erfahrungsberichte von ALL-Betroffenen finden Sie unter folgendem Link:

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